Denk weiter.

#17

Eine gute Idee braucht Mut. Und irgendwann einen klaren Fokus

AC² startet in die neue Runde

Gestern Abend ist AC² in die neue Wettbewerbsrunde gestartet. Rund 180 Gäste waren beim Auftakt der GründerRegion Aachen in den Räumen der Volksbank im Westen / Aachener Bank dabei – mit vielen Gesprächen und ganz unterschiedlichen Gründungsideen.

Für mich ist AC² inzwischen eine lange Geschichte. Seit rund 18 Jahren bin ich als Berater, Mentor und Gutachter dabei. Ich begleite Gründer und Teams bei ihren Vorhaben, unterstütze bei konkreten unternehmerischen Fragen und bewerte als Gutachter die eingereichten Konzepte.

Und trotzdem bleibt jeder neue Durchgang interessant. Weil hinter jeder Idee Menschen stehen, die etwas bewegen wollen.

Gründen braucht Mut und Fokus

Ein Gedanke aus der Begrüßung durch Jens Ulrich Meyer, Vorstandsmitglied der Volksbank im Westen, ist bei mir hängen geblieben: Wer gründet, braucht Mut.

Das stimmt. Eine Idee zu haben ist das eine. Sich tatsächlich auf den Weg zu machen, etwas Eigenes aufzubauen, Verantwortung und Risiken zu übernehmen – das verlangt schon einiges.

Ich würde noch etwas ergänzen: Irgendwann braucht es auch einen klaren Fokus. Und die Bereitschaft, ins Handeln zu kommen.

Genau darum ging es unter anderem in der Podiumsrunde, an der ich gemeinsam mit meinem früheren Mentee und weiteren Teilnehmern vergangener Wettbewerbsrunden beteiligt war.

Das von mir begleitete Team Systonaut erreichte im AC²-Wettbewerb 2026 den dritten Platz in der Kategorie Pitch + PitchDeck. Eine schöne Bestätigung für die Arbeit des Teams. Und ein Beispiel dafür, was aus einer Idee werden kann, wenn Menschen anfangen, konsequent daran zu arbeiten.

Die Geschäftsidee strukturiert zu Papier bringen

In der Begleitung von Gründern begegnet mir immer wieder eine ganz praktische Frage: Wie bringe ich meine Idee zunächst einmal so auf Papier, dass ich sie selbst vernünftig beurteilen kann?

Dafür braucht es nicht sofort einen ausgearbeiteten Businessplan.

Ein einfaches, strukturiertes Ideenpapier ist oft der bessere Anfang. Einige grundlegende Fragen – etwa zum Kundennutzen, zur Zielgruppe, zum Angebot, zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit und zur Umsetzung. Zu jeder Frage zunächst zwei oder drei klare Sätze.

Das klingt überschaubar. Ist es auch. Bis man an eine Frage kommt, die sich eben noch nicht so einfach beantworten lässt.

Und genau dort wird es interessant.

Mit diesem Ansatz beschäftige ich mich auch in meinem Impulsvortrag, den ich Anfang Dezember im Rahmen von AC² halten werde. Es geht darum, eine Geschäftsidee strukturiert zu beschreiben, ihre Annahmen sichtbar zu machen und eine erste Grundlage für die eigene Bewertung zu schaffen.

Ich freue mich auf die neue Wettbewerbsrunde, die Gespräche mit den Teams und die weitere Arbeit als Mentor, Berater und Gutachter.

Denk weiter.

Wie klar kannst du heute schon beschreiben, was aus deiner Idee einmal werden soll – und was du dafür noch herausfinden musst?